mountain.TRIP in the Bulletin of the SAGW, Switzerland

For the Bulletin of the Swiss Academy of Humanities and Social Sciences SAGW http://www.sagw.ch/en/sagw.html

by Claudia Drexler, Mri, Bern, March 2010

mountain.TRIP: transforming research into practice

mountain.TRIP fängt da an, wo andere Projekte enden: bei der Frage, wie die Forschungsresultate über europäische Berggebiete den Weg zu den Anwendern und Anwenderinnen in den Berggebieten finden. Das Projektteam von mountain.TRIP ist nicht das erste, das sich diese Frage stellt, aber laut Hartmut Barth, Forschungsbeauftragter für Natürliche Ressourcen bei der Europäischen Kommission, eines der ersten internationalen Konsortien, das die Frage der Umsetzung in die Praxis zum Inhalt eines zweijährigen Forschungsprojektes macht.

Die kleinräumigen Natur- und Kulturlandschaften der europäischen Berggebiete reagieren früh auf den globalen Wandel (Price, 2008), und sind damit wichtige Räume der sozial- und naturwissenschaftlichen Forschung. Dies hat die Europäische Union seit geraumer Zeit erkannt (European Commission, 2004). Sie hat zahlreiche Forschungsprojekte initiiert und finanziert, die sich mit dem Wandel und mit Adaptionsstrategien zur Sicherstellung einer nachhaltigen Regionalentwicklung beschäftigt haben. Oft werden dabei mit großem Aufwand wertvolle Ergebnisse erzielt, nach Projektende gehen die Partner jedoch auseinander ohne die Resultate so zu kommunizieren, dass sie in die Praxis umgesetzt werden können. Die Forschungsresultate landen heute nicht mehr in der sprichwörtlichen Schublade, das 300-seitige Dokument auf dem Internet steht der Schublade aber in keiner Hinsicht nach.

Nur wenn die Resultate in der richtigen Form und über die richtigen Kanäle an Planungsämter, Landwirtschaftverbände, Seilbahngesellschaften, Wasserkraftwerkbetreiber, oder die politische Behörden von Gemeinden und Regionen gelangen – um nur einige Beispiel zu nennen – werden sie praxisrelevant.

Um dies zu ermöglichen haben sich 6 Partner zum mountain.TRIP Konsortium zusammengeschlossen:

Das Institut für Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt der Österreichischen Akademie der Naturwissenschaften leitet und koordiniert mountain.TRIP und ist verantwortlich für die Website, die im Laufe des Projektes zu einem Enterprise Social Network (ESN) ausgebaut wird.

Das Centre for Mountain Studies des Perth College, UK, evaluiert Projekte der EU Forschungsrahmenprogramme 4-6 in Bezug auf ihre Praxisrelevanz. Die Resultate von 100 praxisrelevanten Projekten aus 20 Themenbereichen sind der Ausgangspunkt für mountain.TRIP.

Euromontana, Brüssel, dem europäischen Verband für Gebirgsregionen, gehören nationale und regionale Organisationen aus verschiedenen Ländern Europas an. Euromontana definiert Zielgruppen auf europäischer Ebene und entwickelt entsprechende Kommunikationsstrategien.

Dies passiert in enger Zusammenarbeit mit Ecologic, Berlin, einem Think Tank für angewandte Umweltforschung, Politikanalyse und Beratung. Ecologic ist verantwortlich für den ersten Feedback Zyklus, in dem mountain.TRIP Kommunikationsstrategien und ihre Umsetzung “getestet” werden.

Das Institute of Geography and Spatial Management der Jagiellonian Universität in Krakau, Polen, ist im zweiten Feedback Zyklus verantwortlich für regionale Workshops in Polen, Rumänien, Österreich und Spanien.

Die Mountain Research Initiative (MRI) schliesslich, eine global tätige Initiative, die zur Zeit an der Universität Bern zu Hause ist, ist für die mountain.TRIP Produkte verantwortlich. Aus den ursprünglichen Forschungsresultaten entwickelt sie Produkte-Prototypen und testet in den Feedback Zyklen, ob die Daten am wirkungsvollsten als Podcasts, Twitter-Meldungen, elektronische Newsflashes oder doch auf Papier verbreitet werden sollen.

Wie die mountain.TRIP Produkte schliesslich aussehen, und über welche Kanäle sie verbreitet werden, wird sich im Laufe des Projektes zeigen. Es sind die Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis, die definieren, welche Kommunikationstechnologien zum Einsatz kommen.

Claudia Drexler, MRI


Projektdauer und Meilensteine:

mountain.TRIP wird im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogrammes der EU finanziert und läuft von Dezember 2009 bis Ende 2011.

Meilensteine sind der Workshop in Brüssel im Oktober 2010, und die regionalen Workshops in Rumänien, Österreich, Polen und Spanien im Mai und Juni 2011.

Kontakt Projektleitung:

http://www.uibk.ac.at/igf/

Prof. Dr. Axel Borsdorf, Mag. Fides Braun This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Kontakt webmaster / IT-managment:

Mag. Alexander Schiestl This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Kontakt an der Universität Bern:

http://mri.scnatweb.ch

Claudia Drexler  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it 031 631 5141

Informationen:

http://www.mountaintrip.eu

mountain.TRIP Newsflash: bitte anmelden bei This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Referenzen:

European Commission, 2004. Mountain areas in Europe: analysis of mountain areas in EU Member States, acceding and other European countries; European Topic Centre for Land Use and Spatial Information, 2008: Integrated assessment of Europe’s mountain areas, internal report, ETC-LUSI, Barcelona.

Price, M.F. 2008. Maintaining mountain biodiversity in an era of climate change. Borsdorf, A, J. Stötter and E. Veulliet (eds.) Managing Alpine Future. Proceedings of International Conference October 15-17, 2007: Vienna: 17-33

   mountain.TRIP partners                                                                                                                                                                                                                    supported by
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